Tuesday, April 18, 2006

BUSHIDO


Bushido

Es hat sich viel verändert für Bushido. Vom „Electro Ghetto“ zum „Staatsfeind Nr.1“. Gerade mal ein Jahr ist vergangen, seit sich der „Typ
aus Tempelhof“ auf eine verschärfte musikalische Reise begab. Ausgang ungewiss. Schließlich war es ein heftiger Abschied von gewohnten Strukturen, in denen er bis 2004 drei Alben sowie diverse Tapes und Compilations veröffentlicht hatte. Bye, bye Berliner Aggro-Underground – Willkommen auf dem nächsten Level: „Dreht euch um, jetzt bin ich der, der´s alleine macht“ rappte Bushido damals. Es sollte weiter gehen. Ohne Ruhe, ohne Pause. Eine Mikrophon-Attacke sondergleichen.

Bushido hat in 12 Monaten die HipHop-Szenerie in Deutschland aufgemischt wie kaum ein anderer heimischer Rapper. Auf gleich drei (!) umjubelten Tourneen lotete er seine Live-Qualitäten aus und stellte – zuletzt mit Band – seine überragende Bühnenpräsenz unter Beweis. Mit einem Schlag war Bushido der erfolgreichste deutsche Live-Rap-Act. Gleichzeitig stand er im Kreuzfeuer der Kulturkritik. „Darf der das?“ lautete die unterschwellige Frage in der vereinigten Bewertungs-Republik Deutschland. Debattiert wurde über alle Style-Grenzen hinweg. Von Bravo bis zu Monika Griefahn, der Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien. In seltener Einmut interessierte man sich plötzlich für die „Schweinereimer“ (Rolling Stone), „Grobiane“ (Der Spiegel) und „Krawall-Rapper“ (Süddeutsche Zeitung). Selbst in der New York Times wurde Bushido als role model einer anderen, ungewohnten Jugendkultur aus Deutschland präsentiert. Irgendwie gefährlich, irgendwie bedrohlich. Zweifellos ein popkulturelles PHÄNOMEN, wie man es hierzulande bislang nicht erlebt hatte. „Hier reimt die Unterschicht,“ textete die Spiegel-Headline-Abteilung. Der deutsche HipHop erschien plötzlich im grellen Rampenlicht. Dabei wurde vieles vermischt, einiges aufgebauscht, anderes zurecht in die voll bekloppte Ecke verwiesen.

Diese ganze Debatte war wohl notwendig und ich habe meinen Standpunkt in diversen Interviews klar gemachtsagt Bushido. „Ich habe mich von vielem
klar distanziert. Trotzdem rappe ich weiterhin `Ich koche Crack in deinem Kinderzimmer` oder `Ich zünde die Atombombe über China`. Das ist doch die gleiche Debatte wie bei den Games. In meinen Texten sprenge ich Städte in die Luft; trotzdem sage ich meinen Teenager-Fans in persönlichen Begegnungen bei jeder Gelegenheit die Meinung dazu, wenn sie scheiße drauf sind, mit 11 Jahren rauchen oder mit `ner Bierflasche ankommen.“ Für Bushido, den Rastlosen, war in diesem hektischen Sommer 2005 längst die Zeit gekommen, das PHÄNOMEN, die Szene und somit tausendmal gesagtes hinter sich zu lassen.
HipHop als Strassen- und Musikkultur lebt traditionell von der raschen Weiterentwicklung. Und Bushido war bereit für die nächsten Schritte.
Ich habe auf dem neuen Album mein Produktionsteam komplett ausgewechselt,“berichtet er. „Das Ganze geht auf eine spontane Entdeckung im österreichischen Linz zurück, wo ich nach einem Konzert das dortige Beatlefield-Team Chakuza und DJ Stickle kennen gelernt habe. Wir hörten uns ihre Sachen an und ich habe beschlossen, das neue Album komplett in ihrem Studio einzuspielen.“ Anfang Juli 2005 begann Bushido, frische, aktuelle Texte zu schreiben. Er skizzierte erste Sound-Ideen und reiste für die Aufnahmen von Berlin in die Hauptstadt Oberösterreichs:

Wir hatten gerade die ersten Songs in Arbeit, als es am 29. Juli bei einem Konzert von Chakuza und DJ Stickle im Musikclub Kapu Stress mit einigen Jungs gab,“ erzählt Bushido. „Blöde Sache, auf die ich gut verzichten kann. Doch da kam eins zum anderen. Die Reifen meines Autos waren zerstochen und wir bekamen Streit. Fünf Tage später stand plötzlich die Polizei auf der Matte und ich wanderte für 15 Tage in Untersuchungshaft, begleitet von einem irren Medienspektakel. Mir blieb nichts anderes übrig, als meine Texte im Gefängnis weiter zu schreiben. Ich kam mir vor wie in einem Film.

Nach Hinterlegung von 100.000 Euro Kaution bis zur Gerichtsverhandlung Anfang November – in der die Schuldfrage des Linzer „Raufhandels“ dann hoffentlich fair geklärt wird - widmete sich Bushido gemeinsam mit Chakuza und DJ Stickle seiner eigentlichen Mission:
Den Aufnahmen zu „Staatsfeind Nr.1“, die furiose Bilanz aus Entertainment, Medien und Realität. Einer gegen alle – Bushido spielt auf seine Art mit dem alten Gangsterfilm-Mythos. Der musikalische Entwurf klingt dabei im Vergleich mit den frühen Produktionen weitaus ausgereifter, komplexer und trickreicher. Als Meister der Dunkelheit hat Bushido seine Sounds im neuen Team perfektioniert. „Ironischerweise wurde das mit sehr reduzierter Technik und ohne langes
Herumbasteln erreicht. Trotz der Knastpause haben wir gerade mal einen Monat bis zum finalen Mastering gebraucht. Allem Ärger und Stress zum Trotz – künstlerisch und persönlich ist es noch nie so gut wie jetzt gelaufen!

Ähnlich wie die TV-Serie „24“ oder die Comic-Verfilmung „Sin City“ düstere, bedrohliche Atmosphären aufbauen, so entwirft auch „Staatsfeind Nr.1“ ein Szenario in dunklen Farben. Jeder Song eine neue Wand aus Musik, gehalten in Anthrazit, über die Bushido, hier und da unterstützt durch Features von Saad, Chakuza, D-Bo, Godsilla und Eko Fresh, oder internationalem Support von Diplonmat´s J.R.Writer, seine Reime hämmert. Hochgepitchte Vokals wie beim Breakbeat schießen quer, Cassandra Steens Gastauftritt sorgt wie schon auf „Electro Ghetto“ für ein deepes R´n`B-Feeling. Bushido stellt sich der musikalischen Herausforderung und liefert mit „Staatsfeind Nr.1“ sein opus magnum.
Vom "Krawall-Rapper" zum "Richard Wagner des HipHop"?



Zu Bushido kann ich nur sagen: ER IST KING UND ES BLEIBT DABEI !!!!!!!!!!

D-Bo




D-Bo,

der ursprünglich aus der kleinen Stadt Northeim, zwischen Hannover und Kassel, kommt, hat bereits seit 1999 guten Kontakt zu Bushido. Kennen gelernt haben sich die beiden, als D-Bo für seine damalige Untergrund-Rap-Homepage ein Interview mit Bushido´s damaliger Crew „Search & Defeat“ geführt hatte.

Im Herbst 2000 nahm D-Bo dann, auch zum Großteil von Bushido unterstützt, sein erstes Album „Deutscha Playa“ in Berlin auf. Weitere Teile des legendären Untergrund-Albums entstanden im Osnabrücker 490-Studio, im 24-7 Studio in Hannover und bei DJ Doc in Freiburg.

Ende 2000 gründete D-Bo zusammen mit Jayo und Psycomatic den mittlerweile erfolgreichen Vertrieb für deutschen Untergrund-Rap, „Distributionz“, über den dann ab 2001 auch „Deutscha Playa“, wie damals üblich auf Tape, vertrieben wurde.

Nachdem Bushido auch seine erste Auflage von „King of Kingz“, ebenfalls auf Tape, im Laufe des Jahres raus brachte und beide Alben relativ gute Verkaufszahlen vorweisen konnten, entschieden sich Bushido und D-Bo dazu, gemeinsam ein eigenes Label zu gründen. Unter „Iluvmoney Records“ sollten im 24-7 Studio in Hannover damals befreundete Künstler wie King Orgasmus, Bass Sultan Hengzt, Frank White (Fler) oder Roulette ihre Alben produzieren und veröffentlichen. Leider gestaltete sich der Labelaufbau schwerer, als erwartet und Bushido entschied sich Anfang 2002 das Vertragsangebot von Aggro-Berlin wahr zu nehmen. D-Bo verließ Hannover wieder Richtung Northeim, um in Göttingen sein Studium fortzusetzen.

D-Bo wandte sich der Musik ab und widmete sich seiner zweiten Leidenschaft, dem Basketball, wo er lange Zeit als erfolgreicher Jugendtrainer Mannschaften in Niedersachsen trainierte.

2004 wechselte Bushido von Aggro-Berlin zu Universal Music und nutzte seine neue Situation, um D-Bo erneut vorzuschlagen, ein eigenes Label aufzubauen. D-Bo willigte ein und zog im August 2004 nach Berlin, um sich voll und ganz seiner neuen Aufgabe widmen zu können.

Er brachte 2004 den Klassiker „Deutscha Playa“ neu gemastert auf CD raus und produzierte direkt im Anschluss sein neues Album „Deo Volente“, welches im Februar 2005 erschien, fast vollständig alleine. Features auf „Bushido prod.: Sonny Black & Saad – Carlo Cokxxx Nutten II“, „Bushido – Staatsfeind Nr.1“ und ein Remix für den Re-Release von „Electro Ghetto“ folgten.

Aktuell ist D-Bo mit einem Solo- und vier Featuretracks auf „Bushido präs.: ersguterjunge-Sampler Vol.1 – Nemesis“ und im dazugehörigem Video „Nemesis“ vertreten und bastelt neben seiner Arbeit für das Label ersguterjunge auch an einem neuen Soloalbum.

Baba Saad


Saad,

aka Baba Saad, geboren 1985 in Beirut (Libanon), kam 1997 wegen des Krieges in seiner Heimat nach Deutschland. Nachdem er mit seiner Familie einige Zeit in Hannover gewohnt hatte, zog der Cousin von Bushido nach Bremen um.

Obwohl Saad sich nie besonders für die Schule begeistern konnte, machte er dennoch seinen Realschulabschluss. Weitere Schulaufenthalte waren jedoch nur von kurzer Dauer, denn Saad lernte früh, dass es Wege gibt, auch ohne eine geregelte Ausbildung viel Geld zu verdienen. Er arbeitete zusätzlich bei seinem Vater und seinem Onkel im Autohandel und verbrachte die restliche Zeit bei einem Kumpel in dessen kleinen Studio.

Saad rappte anfangs nur aus Spaß, denn auf Unterstützung aus Berlin konnte er nicht hoffen, da Bushido es lieber gesehen hätte, wenn sein Cousin eine bodenständige Ausbildung begonnen hätte. So hörte Sonny Black auch das erste Mal einen Saad Song, als dieser bereits in einschlägigen Internetforen heiß diskutiert wurde.

Bushido lud Saad daraufhin nach Berlin in sein Studio ein und ließ ihn an den Aufnahmen zu „Electro Ghetto“ teilhaben. Irgendwann einigten sich die beiden darauf, einfach mal zusammen etwas aufzunehmen. So entstanden die Tracks „ersguterjunge“ und „Wenn wir kommen“, die schon heute zu den Hits auf jedem Bushido-Konzert zählen.

Da sich Bushido und Saad so gut ergänzen, ist es keine Überraschung, dass Saad nach D-Bo zum nächsten „guten Jungen“ wurde. Sowohl als Back-Up-MC für die Bushido Live-Shows, als auch als neuer Partner auf „Bushido prod.: Sonny Black & Saad – Carlo Cokxxx Nutten II“ konnte Saad im Verlauf der Zeit viele Hip Hop Fans von sich überzeugen.

Dass Saad auch mit seinem demnächst erscheinenden Solo-Album überzeugen wird, lässt sich anhand seiner musikalischen Entwicklung auf „Bushido – Staatsfeind Nr.1“, als auch auf „Bushido präs.: ersguterjunge-Sampler Vol.1 – Nemesis“ leicht vorhersagen. Gespannt sein darf man zudem auf sein Feature auf dem kommenden Azad-Album.

Bahar


Bahar,

wurde am 3.6. 1984 im Iran geboren.

Mitten im Krieg flüchtete sie mit ihrem Bruder und ihren Eltern, die politisch verfolgt wurden, nach Deutschland. Bahar kam 1986 mit ihrer Familie nach Berlin und sie fanden nach einigen Monaten aufenthalt im Asylantenheim ihre erste eigene Wohnung in Kreuzberg,1992 eröffnete Bahars Vater in Berlin ein grieschiches Restaurant namens Mykonos. In diesem Restaurant verbrachte sie einen Großteil ihrer Kindheit und lernte früh mit anzupacken, wo Hilfe benötigt wurde. 1995 wurde im Restaurant ein Attentat verübt das ihr Vater nur knapp überlebte.
Er verlor bei dem Attentat seine besten Freunde.

Kurze Zeit später trennten sich Bahars Eltern und ihr Vater zog mit ihrem Bruder nach Düsseldorf.

Als Bahar 1990 eingeschult wurde begann ein steiniger Weg, der mit unzähligen Schulverweisen, Tadeln und schließlich 2000 mit einem Realschulabschluss zu ende ging.

Daraufhin begann sie eine Ausbildung zur Erzieherin. 2004 schloss sie diese Ausbildung erfolgreich ab und bekam sofort einen gut bezahlten Arbeitsplatz. Im Laufe des darauffolgenden halben Jahres entdeckte sie ihre leidenschaft für Rap. Sie arbeitete tagsüber im Kinderladen und nachts an ihren Texten. Fünf Stunden Schlaf waren in dieser Zeit schon eine Menge. Kurze Zeit nachdem sie anfing Musik zu machen, lernte sie durch einen unglaublichen Zufall den Produzenten Yanek kennen. Sie gab ihren Job auf, um sich voll und ganz der Musik widmen zu können. Man kann sie nun das erstemal auf den Album von ChakuZa hörn ( ChakuZa ft. Bahar - Keine Chance).

Ich selber finde den Track sehr gelungen, WEITER SO BAHAR!!!!

Decay


Decay,

der 1984 in Wien geboren wurde, fing schon im jungen Alter von sechs Jahren an sich für Musik zu interessieren. Er bekam in den folgenden sechs Jahren Schlagzeug-Unterricht, wobei sich unter anderem sein starkes rhythmisches Gespür entwickelte.

Mit 14 bekam er seinen ersten Plattenspieler geschenkt und versuchte sich in den folgenden Jahren am Turntablism. Ab 2000 legte Decay bei zahlreichen Veranstaltungen als DJ auf und musste feststellen, dass er, anstatt die Beats nur aufzulegen, lieber eigene produzieren wollte. Mit einer vom Freund geborgten Groovebox unternahm er seine ersten Produzentenschritte und hatte damit seine Leidenschaft entdeckt.

Um sich weitere Hard- und Software leisten zu können benötigte Decay Geld. Lukrative Angebote hatte er anfangs keine und so arbeitete er mit diversen Wiener Crews wie z.B. Beatstreet 22 zusammen, um sich einigermaßen über Wasser halten zu können. Neben HipHop-Produktionen lieferte Decay auch Beats für Ragga MCs, oder bastelte an Drum & Bass Songs. Er jobbte sogar als DJ für Rock Bands, was aber kaum zu einer Verbesserung seiner finanziellen Lage führte.

Erst nach vielen weiteren unangenehmen Jobs hatte Decay sein Studio soweit ausgebaut, dass er davon überzeugt war ein professionelles Demo aufnehmen zu können. Er verschickte seine Beats an ersguterjunge, wo man sofort von seinem Können überzeugt war und ihn zu einem festen Bestandteil der Crew machte.

Bizzy Montana


Bizzy Montana,

wurde 1983 in der Nähe von Freiburg, in Müllheim, geboren und ist bis heute seiner Heimatstadt treu geblieben. Durch Freunde seiner Schwester entdeckte er 1995 seine Liebe zum Hip Hop, ganz besonders für Mobb Deep, Wu-Tang Clan, Nas oder die Queens Bridge Mixtapes.

Zwei Jahre später kaufte sich Bizzy ein programmierbares Keyboard und startete seine ersten Beat-Versuche. Ein weiteres Jahr später, als der junge Müllheimer gerade mal 15 war, begann er seine eigenen Texte zu schreiben und mit Freunden über seine Keyboard-Beats zu rappen. Seine Begeisterung für die Musik wuchs und Bizzy hatte immer weniger Interesse an Schule oder anderen Verpflichtungen.

Mit 16 erwarb Bizzy dann sein erstes DJ-Set und begann neben dem Rappen und Produzieren auch als DJ seine Erfahrungen zu machen. Seine Einstellung zur Musik wurde professioneller und Montanas Beats wurden ab dato nur noch mit Cubase und Soundforge erstellt. Bizzy gründete daraufhin mit einigen Leuten eine Rap-Crew, beschränkte sich aber darauf DJ und Produzent zu sein.

Mit 18 ging der Müllheimer Produzent dann nicht mehr zur Schule. Er verbrachte jede freie Minute damit, Musik zu machen und investierte jeden verdienten Euro sofort in neues Studio-Equipment. Dennoch schaffte es Bizzy nicht, mit seiner Musik Geld zu verdienen, und so entschied er sich dazu eine bodenständige Ausbildung zu machen.

Durch das neu verdiente Geld und neu geknüpfte Kontakte zur Freiburger Hip Hop-Szene kam Montana seinem Traum einen erheblichen Schritt näher. Er produzierte mit seiner Crew ein Mixtape („Blockbustah-Mixtape“, Free Download auf www.bizness-music.com), diverse Beats für Freiburger Künstler und eine Demo-CD für ersguterjunge.

Dass dieses Demo von überzeugend hoher Qualität war, beweißt Bizzy Montana eindrücklich durch seine textlichen und musikalischen Auftritte auf „Bushido präs.: ersguterjunge-Sampler Vol.1 – Nemesis“. Derzeit arbeitet Bizzy an weiteren Beats und einem Chakuza & Bizzy Montana Mixtape.

Billy


Billy,

ehemals Billy13, gehört schon seit Aggro-Berlin Zeiten zum festen Kreis von Bushido’s Crew. Da sie jedoch nicht permanent die Zeit findet, sich ihrer künstlerischen Ader zu widmen, sind ihre musikalischen Auftritte dementsprechend rar.

Die aus Serbien stammende Berlinerin wird in der Szene oft als die weibliche Stimme des Ghettos tituliert, was sie durch ihre expliziten textlichen Aussagen und ihre roughe Stimme zu belegen weiß. Ob als Back-Up Stimme, als Sängerin einer Hook, oder als Solo-Künstlerin, Billy veredelt die Songs an denen sie beteiligt ist auf ihre ganz persönliche Weise.

Auch auf „Bushido präs.: ersguterjunge-Sampler Vol.1 – Nemesis“ ist Billy wieder vertreten und auch für zukünftige Produktionen aus dem ersguterjunge-Lager fest eingeplant.

ChakuZa


Chakuza,

stammt ursprünglich aus Linz, wo er 1981 das Licht der Welt erblickte und vor vier Jahren seine Leidenschaft als Rapper entdeckte. Zeitgleich gründete er zusammen mit DJ Stickle das Produzenten-Team „Beatlefield“.

Chakuza, der sich privat gerne Tracks von Saigon, Tragedy Khadafi, The Game, NWA oder Eminem anhört und Party- oder Crunk-Mucke verabscheut, besitzt zwar auch als Produzent höchste Qualitäten, sieht sich selber allerdings eher als Rapper.

Vereinzelte Features auf diversen Untergrund-Releases in Österreich brachten den talentierten Künstler jedoch nicht entscheidend voran, und so entschieden sich Chakuza und DJ Stickle Anfang 2005 dazu, auf ganz klassische Art und Weise Demos zu verteilen. Bei einem Bushido-Konzert in Linz gaben sie dann ebenfalls eines ab und konnten damit sowohl als Produzenten und, im Falle von Chakuza, auch als Rapper überzeugen.

Bushido vertraute beiden die Produktion seines Albums „Staatsfeind Nr.1“ an und nahm zusammen mit Chakuza die Tracks „Sandmann“ und „Mein Leben lang“ auf. Im Anschluss erhielten beide einen Vertrag bei ersguterjunge und bilden nun den Schwerpunkt für die meisten Produktionen des Labels.

Doch Chakuza ist auch am Mic unglaublich produktiv. Nicht nur, dass er neben seinem Solotrack auf „Bushido präs.: ersguterjunge-Sampler Vol.1 – Nemesis“ bei neun Featuretracks zusätzlich zu hören ist, er hat nebenbei noch ein Mixtape fertig gestellt und arbeitet auf Hochtouren an einem Solo-Album und einem Chakuza & Bizzy Montana Mixtape.